Honig bei Husten

Hilft Honig gegen Husten?

Lindert Honig akuten Husten?

Seit Generationen gilt Honig als bewährtes Hausmittel bei Husten – besonders wenn es um lästigen Husten geht. Ob pur gelöffelt, im warmen Tee oder als Bestandteil traditioneller Hausrezepte: Viele schwören auf seine beruhigende Wirkung. Doch was steckt wirklich dahinter? Kann Honig tatsächlich helfen, Husten zu lindern, oder handelt es sich nur um einen wohlklingenden Mythos? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie Honig auf den Hals wirkt und ob er bei akutem Husten tatsächlich Erleichterung bringt.

Inhaltsverzeichnis
So hilft Honig
Anwendung von Honig
Die besten Honigsorten
Honig mit Milch
5 Vorteile von Honig

Eignet sich Honig als Hausmittel bei Husten?

Honig gehört zu den bekanntesten natürlichen Hausmitteln, wenn es um die Linderung von Husten und gereizten Atemwegen geht. Schon in alten Kulturen wurde er aufgrund seiner süßen Konsistenz, seiner beruhigenden Wirkung und seiner natürlichen Inhaltsstoffe geschätzt. Doch wie gut ist Honig wirklich geeignet, um Husten zu lindern – und wo liegen seine Grenzen?

Warum Honig bei Husten helfen kann
Honig besitzt mehrere Eigenschaften, die ihn zu einem beliebten Mittel bei Erkältungsbeschwerden machen:
1. Beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute:
Die zähflüssige Konsistenz legt sich wie ein Schutzfilm über den gereizten Hals. Dadurch können Kratzen, Hustenreiz und Schmerzen beim Schlucken spürbar gelindert werden.

2. Feuchtigkeitsbindend:
Honig hilft, die Schleimhäute feucht zu halten. Trockene Schleimhäute sind besonders anfällig für Reizungen und können den Husten verstärken.

3. Natürliche antimikrobielle Eigenschaften:
Honig enthält Enzyme und Stoffe wie Wasserstoffperoxid, die das Wachstum bestimmter Mikroorganismen hemmen können. Das kann unterstützend wirken, insbesondere bei erkältungsbedingtem Husten.

4. Schlaffördernde Wirkung:
Viele Menschen berichten, dass ein Löffel Honig vor dem Schlafengehen den nächtlichen Hustenreiz reduziert. Eine ruhige Nacht unterstützt zudem die Regeneration des Körpers.

Was sagt die Forschung?
Viele Studien zeigen, dass Honig im Vergleich zu manchen herkömmlichen Hustenmitteln gut abschneidet – besonders bei Kindern über einem Jahr. Ein bis zwei Teelöffel können den Hustenreiz und die Häufigkeit des Hustens vorübergehend mindern.

Wichtig: Honig ist kein Medikament, sondern ein unterstützendes Hausmittel. Er bekämpft nicht die Ursache der Erkrankung, kann aber die Symptome mildern.

Hausmittel Honig bei Husten
So schnell hilft Honig

Honig wirkt oft bereits kurz nach der Einnahme, da er einen schützenden Film über die gereizten Schleimhäute legt und den Hustenreiz direkt lindert. Viele Menschen spüren eine spürbare Erleichterung innerhalb von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde

Anwendung von Honig als Hilfsmittel

Honig lässt sich auf vielfältige Weise als natürliches Hilfsmittel gegen Husten einsetzen. Seine angenehme Süße, die zähe Konsistenz und seine wertvollen Inhaltsstoffe machen ihn besonders vielseitig in der Anwendung. Dabei geht es nicht nur um den klassischen Löffel Honig – es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn wirksam und wohltuend einzusetzen.

1. Pur eingenommen
Die einfachste und zugleich häufigste Anwendung ist die Einnahme eines Teelöffels Honig pur. Durch das langsame Zergehenlassen legt sich ein schützender Film über die gereizten Schleimhäute und kann den Hustenreiz spürbar mildern. Besonders abends vor dem Schlafengehen kann dies helfen, nächtliches Husten zu reduzieren.

2. Honig im warmen Tee
Honig harmoniert ideal mit beruhigenden Kräutertees wie Thymian, Salbei, Lindenblüten oder Kamille. Wichtig: Der Tee sollte nicht mehr kochend heiß sein, da Hitze die empfindlichen Enzyme und natürlichen Wirkstoffe im Honig beeinträchtigen kann. Ein leicht abgekühlter Tee mit einem Löffel Honig wirkt wohltuend und unterstützt die Schleimlösung.

3. Warme Honig-Zitronen-Mischung
Eine Mischung aus warmem Wasser, Honig und etwas frischem Zitronensaft ist ein beliebtes Hausmittel, das gleich mehrere Vorteile vereint. Der Honig beruhigt den Hals, während die Zitrone einen leichten Frischekick liefert und zusätzliche Vitamine bereitstellt. Diese Kombination eignet sich besonders gut für den Morgen oder zwischendurch.

4. Selbstgemachter Hustensirup
Honig kann auch Grundlage für einfache Hausrezepte wie Hustensirup aus Honig und Zwiebeln oder Honig und Ingwer sein. Dabei geben die anderen Zutaten ihre Wirkstoffe an den Honig ab und verstärken seine Wirkung. Diese natürlichen Sirupe sind leicht herzustellen und werden traditionell zur Hustenlinderung genutzt.

Honig als Hausmittel

Welcher Honig ist am besten bei Erkältung?

1. Manuka-Honig – der Klassiker bei Infekten
Manuka-Honig aus Neuseeland gilt als besonders wirkungsvoll, wenn es um die Unterstützung bei Erkältungen geht.

- Er enthält Methylglyoxal (MGO), eine Substanz, die für seine ausgeprägten antimikrobiellen Eigenschaften verantwortlich ist.
- Studien schreiben Manuka-Honig eine stärkere Wirkung gegen bestimmte Bakterien zu als vielen anderen Honigsorten.
- Er ist jedoch teurer als herkömmlicher Honig, weshalb er sich vor allem bei stärker ausgeprägten Beschwerden oder als Kur eignet.

2. Waldhonig – reich an Mineralstoffen
Waldhonig entsteht aus Honigtau statt aus Blütennektar und ist daher dunkler, kräftiger und reichhaltiger.

- Er enthält mehr Mineralstoffe und antioxidative Verbindungen, die das Immunsystem unterstützen können.
- Aufgrund seiner kräftigen Konsistenz und seines milden Geschmacks eignet er sich gut zur Einnahme pur oder im Tee.

3. Blütenhonig – mild und vielseitig
Blütenhonig, etwa aus Akazie, Linde oder Wildblumen, ist eine gute Wahl für den Alltag.

- Er ist häufig milder im Geschmack, sodass Kinder und empfindliche Personen ihn gut vertragen.
- Besonders Lindenblütenhonig passt hervorragend zu Erkältungen, da Lindenblüten traditionell bei Husten und Halsbeschwerden eingesetzt werden.

4. Thymianhonig – Kräuterkraft aus dem Bienenstock
Thymianhonig vereint die Vorteile von Honig mit den natürlichen Eigenschaften der Thymianpflanze.

- Thymian ist bekannt für seine hustenstillenden und schleimlösenden Effekte.
- Dieser Honig eignet sich ideal bei festsitzendem Husten oder verschleimten Atemwegen.

Hilft Honig mit Milch bei Husten?

Ja, Honig mit warmer Milch hilft bei Husten und gehört zu den klassischen Hausmitteln, die viele schon aus ihrer Kindheit kennen. Die Antwort liegt in den Eigenschaften der beiden Zutaten und ihrem Zusammenspiel.

Warum Honig hilft
Honig ist eines der am besten untersuchten natürlichen Hausmittel gegen Husten. Er kann:
• einen schützenden Film über die Schleimhäute legen,
• den Hustenreiz beruhigen,
• Reizungen lindern,
• und durch natürliche Inhaltsstoffe wie Enzyme antimikrobiell wirken.
Damit kann Honig besonders bei trockenem Reizhusten für spürbare Erleichterung sorgen.

Die Wirkung warmer Milch
Warme Milch wirkt sanft wärmend und entspannend. Die Wärme beruhigt den Hals, fördert die Durchblutung und kann das unangenehme Kratzen dämpfen, das zu ständigem Hustenreiz führt. Außerdem hat warme Milch eine gewisse Wohlfühlwirkung, die besonders abends den Körper zur Ruhe kommen lässt.

5 Vorteile von Honig bei Erkältungen

  • Lindert Hustenreiz: Bildet einen schützenden Film auf den Schleimhäuten und beruhigt Hals und Rachen.
  • Unterstützt die Schleimlösung: Hilft, die Atemwege feucht zu halten und trockenen Husten zu reduzieren.
  • Antimikrobielle Wirkung: Enthält natürliche Stoffe wie Enzyme und Wasserstoffperoxid, die das Wachstum bestimmter Keime hemmen können.
  • Fördert einen besseren Schlaf: Besonders abends eingenommen, kann Honig den nächtlichen Hustenreiz verringern und so erholsamen Schlaf unterstützen.
  • Sanfte, natürliche Anwendung: Weniger Nebenwirkungen als viele herkömmliche Hustenmittel und einfach in Tee, Milch oder pur einsetzbar.

Honig nicht als Hausmittel für Babys geeignet

Honig gilt zwar als bewährtes Hausmittel bei Husten und Halsschmerzen, doch für Babys unter einem Jahr ist er absolut ungeeignet. Der Grund liegt in möglichen Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum, die im Honig vorkommen können und bei Säuglingen eine seltene, aber gefährliche Form des Botulismus auslösen können. Da das Verdauungssystem von Babys noch nicht ausreichend entwickelt ist, kann es diese Keime nicht sicher abwehren. Aus diesem Grund sollte Honig – egal ob pur, im Tee oder in Milch – erst ab dem ersten Lebensjahr gegeben werden. Für Babys eignen sich stattdessen altersgerechte, sichere Hausmittel wie ausreichend Flüssigkeit, feuchte Luft oder sanfte Nasenspülungen mit Kochsalzlösung.